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Hotel Gletschergarten Grindelwald
Johann und Margaritha Brunner-Brunner kamen mit ihren 9
Kindern im Jahre 1899 aus Habkern nach Grindelwald und bezogen ihr neu
erbautes Haus Gletschergarten. Noch 3 weitere Mädchen kamen da zur
Welt, sodass jetzt 11 Töchter und 1 Sohn das Haus bewohnten. Obschon
kein elektrisches Licht und kein fliessend Wasser da war, fing trotzdem
ein Restaurations- und Hotelbetrieb zu wachsen an. Ein Kaffestübli
wurde vorerst eingerichtet. Ganze sechs Tassen waren vorhanden und die
wenigen Gästebetten wurden für einen Franken und fünfzig
Rappen pro Nacht und Person vermietet. Es war also mehr als nur ein bescheidener
Anfang. Im Jahre 1906 wurde das Wirtepatent erworben, das Haus in kleinen
Etappen stets ausgebaut und die Möbilierung zum Teil selbst gefertigt.
So dienten zum Beispiel mit Stoff schön überzogene Lebensmittelverpackungskisten
als Nachttische! Frühzeitig wurde auch das Telefon eingerichtet,
um mit der Aussenwelt besser in Verbindung zu kommen. Der Gletschergarten
bekam die Nummer 11.
Nach dem 1. Weltkrieg, in den frühen Zwanzigerjahren, entstand auf
der Nordseite der erste Anbau und 1936 folgte der Saalanbau auf der Westseite.
Der Aus-und anbau ging noch weiter. 1958 erhielten die Zimmer Bäder
und Duschen, und zusätzlich neue Zimmer entstanden, die schliesslich
1965 mit dem Einbau eines Liftes bequem erschlossen wurden.
Das Hotel Gletschergarten blieb stets im Familienbesitz. 1941 übernahmen
die Familien des Sohnes Johann und der jüngsten Tochter Hulda, die
sich 1933 mit dem Kunstmaler Dani Füllemann verheiratet hatte, die
Leitung des Hauses.
Seit 1980 zeichnet nun in der 3. Generation als Besitzerin und Leiterin
die Familie Finn und Elsbeth Breitenstein-Füllemann. Im Sommer 1982
erfolgte eine umfangreiche Renovations- und Ausbauetappe und jede Zwischensaisonzeit
weihte Elsbeth und Finn Breitenstein dem traditionsreichen Betrieb, um
ihn mit weiteren Annehmlichkeiten zu versehen. Obschon beide bereits im
Pensionsalter sind, sehen sie die Erfüllung darin, der Tochter Gaby
Michel-Breitenstein und Schwiegersohn Gery Michel, ein bisschen zu helfen,
um ihnen den Start in die 4. Generation zu erleichtern.
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| Gründerfamilie Brunner mit
11 Töchtern und einem Sohn um 1920 |
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| Pension Restaurant Gletschergarten
um 1906 |
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| Broschüre / Prospekt 1912 |
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| Hotel-Pension Gletschergarten um
1929 |
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| Hotel-Pension Gletschergarten mit
Autos um 1929 |
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